Durch die Arbeit von Theo Huber zieht sich ein drängender Beat. Ein räsonierender Tonfall beherrscht ihren Rhythmus in Zeichnung, Video und Live Act, der das skizzierende, rezitierende und musikalisch intonierende Ich in Weltbetrachtung zusammenbringt.
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In Gedankensplittern und Bildreflexen spricht hier das räsonierende Ich des Beatpoeten in einer markanten lakonischen Lässigkeit. Geschrieben, intoniert und in Bildkulissenwelten ausgedrückt ist seine künstlerische Arbeit mehr noch als durch ihre wie zufällig aufblitzenden Inhalte durch den Rhythmus des Skizzierten und den Kosmos des Nebeneinanders bestimmt. […] Hubers künstlerische Prägnanz resultiert aus dem Habitus des Outsiders und Wanderers durch Alltag und Zeit. […] Sein bildnerisches Interesse, gleichwohl ob es zeichnerisch und alltagspoetisch notiert oder darstellerisch und musikalisch performt seinen Ausdruck findet, liegt in der Form der Befragung und ihrem melodischen Duktus. […]
Die eigene Konstitution ist in Hubers Selbstbefragung gewissermaßen nur das Medium, durch den sich der Ton einer subjektiven Alltagsbetrachtung vergegenständlicht,
der die Trivialkultur in der einzelnen Wahrnehmung monumentalisiert. […] Ganz im
Sinne des Pop geht es nicht um ein Beklagen sondern eine Ist-Analyse aus dem
eigenen Gefühl, Handeln und dessen unmittelbarem O-Ton heraus. […]

Verbale oder zeichnerische Momentaufnahmen bilden eine Poesie des trivialen Augenblicks und der orientierenden Versuche der Ichformulierung. […]
 
Lydia Hempel 2015
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